Photovoltaikanlagen sind in der Regel sicher – aber Installationsmaengel koennen sie zu einer ernsthaften Brandgefahr machen. Als PV-Sachverstaendige NRW erklaert das ahc Sachverstaendigenbuerodbuero, welche Risiken bestehen und wie sie erkannt werden.
Brandrisiken durch PV-Anlagen: Ursachen und Praevention
Braende durch Photovoltaikanlagen entstehen fast immer aus denselben Ursachen: Lichtbogenentladungen (sogenannte DC-Lichtboegen) an schadhaften oder schlecht kontaktierten DC-Verbindungen; Ueberhitzung an Verbindungsstellen (Hot Spots) durch falsch dimensionierte oder gealterterte Steckverbinder; fehlerhafte Erdung oder fehlender Potentialausgleich, der bei Blitzeinschlag zu Spannungsueberschlaegen fuehrt; sowie Kabeldurchfuehrungen, die nicht feuerhemmend ausgefuehrt wurden und im Brandfall die Ausbreitung des Feuers beguestigen.
Das besonders heimtueckische an DC-Lichtboegen ist, dass sie durch konventionelle Leitungsschutzschalter nicht abgeschaltet werden koennen, da diese nur fuer Wechselstrom ausgelegt sind. Gleichzeitig liefert eine PV-Anlage bei Sonneneinstrahlung kontinuierlich Strom – auch wenn ein Brand bereits entstanden ist. Feuerwehren in NRW sind auf dieses besondere Risiko zunehmend aufmerksam und benoetigen Informationen ueber die Anlage, um im Ernstfall sicher agieren zu koennen.
- DC-Lichtboegen an schadhaften Verbindungen
- Hot Spots durch ueberalterterte Steckverbinder
- Fehlende Erdung und Potentialausgleich
- Unzureichende Brandschottungen an Durchfuehrungen
Wie PV-Sachverstaendige NRW Brandgefahr durch Installationsmaengel bewerten
Eine Brandschutzbeurteilung durch Dr.-Ing. Anna Herman-Czezuch umfasst die systematische Pruefung aller sicherheitsrelevanten Installationspunkte: Zustand und korrekte Ausfuehrung aller DC-Steckverbinder (MC4 und Kompatibilitaet); Pruefung auf lockere oder korrodierte Anschluesse per Thermografiemessung; Zustand der Kabelisolierungen und Leitungsschutzeinrichtungen; Vorhandensein und korrekte Ausfuehrung von DC-Lichtbogendetektoren; Zustand und Normkonformitaet von Brandschottungen an Kabeldurchfuehrungen. Der Befundbericht klassifiziert alle Maengel nach ihrer Dringlichkeit und empfiehlt konkrete Massnahmen.
Normen und Vorschriften zum Brandschutz bei Solaranlagen in NRW
Fuer den Brandschutz bei Photovoltaikanlagen gelten in NRW mehrere relevante Regelwerke. Die VdS 3145 (Photovoltaikanlagen) des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft beschreibt Mindestanforderungen an Planung und Errichtung zum Schutz vor brandrelevanten Maengeln. Die DIN VDE 0100-712 und die VDE-AR-E 2100-712 enthalten technische Anforderungen an Schutzeinrichtungen.
Viele Gebaeudeversicherungen fordern aktiv den Nachweis einer normkonformen Installation als Voraussetzung fuer vollstaendigen Versicherungsschutz. Ein Gutachten des ahc Sachverstaendigenbuerodbueros erbringt diesen Nachweis zuverlaessig.
Lassen Sie Ihre Anlage auf Brandrisiken pruefen – kontaktieren Sie die PV-Sachverstaendige NRW jetzt.